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Die Geschichte von Julian Assange

Julian Assange ist australischer Journalist und Publizist. Er ist Gründer der Internet-Enthüllungsplattform Wikileaks und ist einer der einflussreichsten Journalisten und politischen Aktivisten unserer Zeit.

Er veröffentlichte mehr als zehn Millionen geheim gehaltener Dokumente. Nie hat es einen Zweifel an der Echtheit der veröffentlichten Informationen gegeben.

Im April 2010 wurde das Video „Collateral Murder“ veröffentlicht. Neben anderen Belegen ist dies ein visuelles Dokument für schwere Kriegsverbrechen des US-Militärs während ihrer Einsätze in Afghanistan und dem Irak – Zeugnisse von begangenen Morden an Zivilisten, darunter auch zwei Journalisten der Nachrichtenagentur Reuters.

Der Journalist zog sich durch diese Veröffentlichungen die Wut der US-Regierung zu. Deren Leichen im Keller-tatsächliche Leichen-hatten nun Namen und wurden der Öffentlichkeit bekannt

Hier beginnt der „Fall Assange“

Seit August 2010 demonstrieren die Verantwortlichen der USA ihre skrupellose, unbändige Macht in der Verfolgung des Journalisten. Er wird bis beute diffamiert, bespitzelt, isoliert und gefoltert. Als verlängerter Arm der USA fungiert Großbritannien, der Schauplatz ist London.

ITHAKA

Ithaka behandelt den Kampf um Julian Assange, der mit seiner Vorstellung von Gerechtigkeit die Organisation WikiLeaks gründete. Damit konnte Whistleblowern eine sichere Plattform geboten werden, um Verbrechen von Regierungen öffentlich zu machen.
Die von WikiLeaks veröffentlichten Informationen haben unzählige Missstände ans Licht gebracht, darunter Kriegsverbrechen, Korruption und Umweltskandale. Für diese revolutionäre journalistische Arbeit wurde Julian Assange gefeiert und mit Preisen überhäuft, doch ist es genau dieser Journalismus für den die USA ihn wegen Spionage angeklagt haben und seine Auslieferung fordern.

Sollte Assange in die USA ausgeliefert werden, droht ihm dort ein Prozess unter Ausschluss der Öffentlichkeit und eine Haftstrafe von 175 Jahren.
Seit fünf Jahren sitzt er nun unter härtesten Haftbedingungen in Isolationshaft im Londoner Hochsicherheitsgefängnis Belmarsh ein und wartet auf den Ausgang seines Auslieferungsverfahrens.

Sehr eindrücklich und sensibel portraitiert der Dokumentarfilm auch einen Vater bei seinem unermüdlichen Kampf um das Leben seines Sohnes, der zum Symbol der internationalen Pressefreiheit wurde und einen gefährlichen Präzedenzfall darstellt.

„Ithaka zeigt, wie weit die reichsten und mächtigsten Nationen in der Geschichte der Welt gehen, um ihre Verbrechen zu verbergen. Ithaka trifft den Kern dessen, wie die Pressefreiheit und unser Recht zu kommunizieren langsam vor unseren Augen abgebaut werden.“ – Gabriel Shipton, Bruder von Julian Assange und Produzent des Dokumentarfilms

„In 20 Jahren Arbeit mit Opfern von Krieg, Gewalt und politischer Verfolgung habe ich noch nie erlebt, dass sich eine Gruppe demokratischer Staaten zusammengetan hat, um eine einzelne Person über einen so langen Zeitraum und mit so wenig Rücksicht auf die Menschenwürde und die Rechtsstaatlichkeit absichtlich zu isolieren, zu dämonisieren und zu misshandeln.“ – ehem. UN-Sonderberichterstatter für Folter Nils Melzer über den Fall Assange

Im Rahmen des Human Rights Film Festival Berlin feierte Ithaka am 13. Oktober 2022 in Deutschland Premiere.
Gezeigt wurde der Dokumentarfilm zuvor auf dem Sydney Filmfestival 2021, Capricorn Filmfestival 2022, docedge Filmfestival 2022 sowie dem Sheffield Docfest 2022, wo er einige Preise gewann.